Legasthenie/ LRS und Grundschulempfehlung Baden-Württemberg:

Legasthenie/ LRS (Lese-Rechtschreibstörung/ Lese-Rechtschreibschwäche) und auch andere Teilleistungsstörungen wie ADHS/ auditive Wahrnehmungsstörung/ Weitwinkelfehlsichtigkeit usw. spielen bei der Grundschulempfehlung Baden-Württemberg oftmals eine große Rolle:

  • Wer im Fach Deutsch schlechte Noten hat, der wird so gut wie keine Chance haben, eine Grundschulempfehlung für das Gymnasium zu erhalten und oftmals auch keine guten Chancen für eine Grundschulempfehlung Realschule haben.

Freilich ist LRS auch in den einzelnen Stufen des Aufnahmeverfahrens (Grundschulempfehlung, Gemeinsame Bildungsempfehlung, Aufnahmeprüfung Realschule, Aufnahmeprüfung Gymnasium) zu beachten.

Legatshenie/ LRS und Grundschulempfehlung - Regelungen:

Die Regelungen für die Grundschulempfehlung ergeben sich aus den Verwaltungsvorschriften für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf und der Aufnahmeverordnung Baden Württemberg. Hieraus ergeben sich nachfolgende Folgerungen:

Grundschulempfehlung Baden Württemberg und Legasthenie/ LRS:

Bei der Grundschulempfehlung Baden Württemberg und der Gemeinsamen Bildungsempfehlung Baden Württemberg ist zunächst zu beachten, ob die Note ordnungsgemäß zustande gekommen ist, oder ob man diese anhand der dortigen Grundsätze zu korrigieren hat. Möglicherweise ergibt sich die Wunschempfehlung bereits hieraus.

Gelingt dies nicht, ist anhand der vorbenannten Regelungen zu beachten, daß bei der Ermessensentscheidung, ob ein Schüler trotz der nicht ausreichenden Noten dennoch die gewünschte Empfehlung erhält, auf die obengenannten Sonderregelungen zu achten.

Selbige Grundsätze gelten auch für die Aufnahmeprüfung Realschule/ Aufnahmeprüfung Gymnasium Baden Württemberg:

  • In einem ersten Schritt Korrektur der Leistungsbeurteilung.
  • In einem zweiten Schritt ggf. Korrektur des Ergebnisses anhand der obigen Regelungen.

Für weitergehende Fragen, eine Erstberatung oder eine landesweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Feststellung von Legasthenie/ LRS und möglichst frühzeitig:

Im Ergebnis erfolgt ein Nachteilsausgleich für Schüler mit festgestellter Legasthenie/ LRS.

Man sollte deshalb immer sorgfältig darauf achten, daß Legasthenie/ LRS im Vorfeld (möglichst mit Beginn der vierten Klasse) seitens der Schule festgestellt wurde.

Für eine Erstberatung für den konreten Fall bzw. eine Vertretung mit dem Zweck der Feststellung von Legasthenie/ LRS,  kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Festlegung von Nachteilsausgleichen wegen Legasthenie/ LRS:

Zugleich sollten auch immer Nachteilsausgleiche für Legasthenie/ LRS verbindlich festgelegt werden:

  • Nachteilsausgleiche bei der Leistungserfassung (Schreibzeitverlängerung, andere Aufgabenstellungen, Erklären von Aufgaben usw.)
  • Nachteilsausgleiche bei der Bewertung (Nachteilsausgleich, Notenschutz).

Geschieht dies nicht, kann dies (muß aber nicht) eine erhebliche Erschwerung bei der späteren Argumentation bedeuten.

Für eine Erstberatung bzw. die landesweite Unterstützung zu Vereinbarungen über Nachteilsausgleiche bei Legasthenie/ LRS mit Schulen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Für nähere Einzelheiten zu Legasthenie/ LRS verweise ich auch auf meine Darstellungen im Servicebereich Schulrecht Baden Württemberg